Tatsächlich klopft es an der Tür. Clara ist da.
„Ich habe einen Plan. Wenn die Schließung länger dauern sollte als erwartet.“
Clara fällt sofort die leichte Bekleidung der Zwei auf.
„Uns drücken ja auch ein paar Darlehen. Wir müssen noch zweihundert Tausend bezahlen.“
„Wird das nicht gestundet?“
„Bis jetzt gibt es keine Entscheidung.“
„Hubertus kennt zwei Gäste, die betreiben Sexportale. Ein Freund von Hubertus kann uns die Software dazu einrichten.“
Etela spitzt die Ohren.
„Das machen unsere Frauen zu Hause.“
„Ja? Dann könnten wir das auch bei uns in den Hotelzimmern tun.“
„Das scheint erst Mal besser zu sein, als zu hungern“, antwortet Karinka.
Etela ist begeistert davon.
„Wir sind eigentlich viele Mitarbeiter. Das könnte funktionieren.“
„Wir müssen das mit Allen beraten“, sagt Clara.
„Willst du mit machen?“, fragt Etela.
Etela kennt Clara. Sie hatten schon Sex zusammen. Etela hat das Karinka bisher nicht erzählt. Jetzt ahnt es Karinka.
„Bei mir geht das wahrscheinlich nur maskiert.“
„Das können wir schon verkraften“, lacht Etela.
„Das Schönste von dir ist ja sichtbar.“
Clara bedankt sich für das Kompliment. Clara ist immerhin eine Frau, Mitte der Vierziger. Etela hat sie früher einmal überrascht beim Duschen. Sie sollte die Privatwohnung putzen. Bis jetzt überlegt Etela, ob das Clara vorsätzlich so eingerichtet hatte. Bei dem Angebot, kommt sie zu der Überzeugung – ja. Gastronomen sind immerhin Menschen, die dafür zu wenig Zeit haben. Sie stehen immer unter Druck. Etela konnte Clara leicht verführen. Nach Etelas Behandlung wurde Clara bedeutend ausgeglichener. Sie hat ihre Souveränität zurück bekommen. Die hatte wegen der Kredite stark abgenommen. Zweifel bekamen zeitweise die Oberhand.
„Wann kommst du denn zum Training?“
Karinka muss lachen. Clara lacht mit.
„Heute geht es nicht mehr. Aber morgen.“
Etela greift in die Schublade ihres Nachttisches. Sie holt einen schönen weichen Doppelten heraus und schwingt ihn.
„Wir warten.“
Dann stellt sie die Vibration ein. Ein feines Summen füllt den Raum.
„Oh ja“, stöhnt Clara und lacht.
„Die besten zwei Männer in Tirol. Kein Murren, keine Fahne.“
Clara hasst Alkohol. Hubertus muss leider zu oft den Gesellschafter spielen. Und das schlägt gewaltig auf die Potenz. Die Zwei treffen sich leider zu selten in einem günstigen Moment. Viel zu selten. Clara wurde deswegen, oft, ziemlich ruppig.

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