der
Schmied


Willi ist der Sohn von Max und Hermine. Max arbeitet als Hufschmied bei seinem Vater Gustav in der Nähe von Posen. Hermine als Näherin in Heimarbeit. Die Arbeit hatte ihr die Schwiegermutter – Magda besorgt. Magda ist Polin. Sie wurde eingereicht. Schon sie verstand es, den Reichsbeamten mit körperlichem Einsatz die Steuern zu entrichten. Gustav legte bei Zeiten Wert darauf, Max seinen Beruf näher zu bringen. Max hingegen, ahmte die Erziehung Gustavs bei Willi nach. Familientradition.
Nur mit Glück, konnte Gustav seinen Enkel Willi im Alter von Fünfzehn vor der Einberufung zur Reichswehr bewahren. Obwohl er sich selbst als begeisterter Anhänger der Reichswehr verstand. Warum? Die Reichswehr ließ ihre Pferde bei ihm besohlen. Das Glück hatte nicht nur Max, sondern auch seine Frau Hermine. Gustav überschrieb bei Zeiten die Schmiede seinem Sohn Max. Um ihn so vor der Ostfront zu retten.
Hauptmann Rammbock mit Ostfronterfahrung, kam regelmäßig zu Gustav wegen der Pferde. Während Gustav und Max die Hufeisen anpassten, versenkte Rammbock mit Bormanns Gnaden, seine fruchtbringende Wurzel in Hermines fruchtbare Gebärhüfte. Unter Magdas Vermittlung und Mithilfe. Die lautstarke Bearbeitung des Eisens verhinderte die Wahrnehmung der beglückten Laute Hermines in Max` Ohren. Teilweise freute sich Hermine sogar über den Besuch Rammbocks. Max war wie Gustav, dem Alkohol nicht abgeneigt. Wegen der schlechten Luft und der Hitze in der Schmiede. Rammbock brachte ihm immer eine gehörig große Flasche des Geistesdiesels mit. Rammbock war der Schimpfname von Hauptmann Joseph. Seine Eltern verglichen den Hüne mit dem Joseph, der Maria ehelichte. Er sollte ein Heiliger werden. Ähnlich dem Heiligen mit dem großen Maul im Reichstag.
Papa Gustav führte ein strenges Regiment zu Hause. Am liebsten hätte er Max zur Ostfront geschickt. Die Kraft raubende Arbeit konnte er aber nicht mehr selbst bewerkstelligen. Der Geist war zwar noch willig. Das Fleisch wiederum leider zu schwach. Beklagte der örtliche Pfarrer. Trotz regelmäßiger Anbetungen Gottes durch Gustav am Opferstock der örtlichen Kirche.
Nach der Friedenstrompete aus Potsdam, war Gustav eigentlich froh, Max nicht geopfert zu haben. Hermine hat als regelmäßige Opfergabe eigentlich gereicht.
Im Grunde müsste jetzt Gustav für Hermine einen Schrein errichten. Sie hat mit breiten Beinen den Bestand der Schmiede gerettet. Ähnlich wie ihre Schwiegermutter Magda. Man könnte fast denken, Gustav hätte genau aus dem Grund, die Polin zur Frau gewählt. Nicht nur wegen ihrer ehrgeizig machenden Schönheit. Die Schönheit Magdas erregte sogar die junge Leidenschaft von Max.
Regelmäßig, als Papa Gustav dem schönen Fleisch Magdas frönte, schlich Max ums Haus, um Papas Erlebnisse mit seinen Augen zu teilen. Später nicht nur mit den Augen.
Diese Erziehung trieb Max sehr zeitig in die Hände von Ruth. Schon mit zehn Jahren erprobten die Zwei im Doktorstil die Erfahrungen Ihrer Eltern. Die sehr zeitige Erfahrung führte zur sehr frühen Mutterschaft von Ruth.
„Die packt schon mit siebzehn aus“, rief Gustav zornig. Wohl in der Einsicht, am Stammtisch und im Dorf wird darüber gelästert. Opa.
Die Frucht wurde ausgerechnet ein Weib. Das Haus stand Kopf. Im Ort wurde noch mehr gelästert. Ruth hingegen freute sich schon recht früh, fast abgöttisch, über die kommende Haushaltshilfe. Die Belastung störte sie weniger. Weil Magda tatkräftig half. Nicht unbedingt der Hilfe im Haushalt wegen. Sie hielt damit den Rücken von Ruth frei. Ruth hat jetzt die Steuerhoheit übernommen. Dazu auch das Zehnt an den Pfarrer. In Naturalien, natürlich. Mit Magda wurden die Einsparungen und Vergünstigungen zusehends geringer. Zu seinem Glück, wachsen reichlich sehr schöne Waise und Halbwaise nach.
„Der Herr ist mein Hirte. Wenn der mich in den Schoß einer schönen Frau führt, ist es Gottes Wille“, gesteht der Pfarrer am Stammtisch des Dorfgasthofes. Zufällig dient er damit auch Bormanns Befehl. Ihm zum Gefallen, lässt sich auch gern zwischen den Kreuzchen wechseln. Einmal das gut geschmückte. Zum Andren, das karge. Viele der Stammtischbrüder befürchten sein Tun auch in ihren Familien zu ihren Lasten. Zusätzlich zum Zehnt in Form von regelmäßigem Erntedank.
Korr2202260009

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