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Fortsetzung Seniorenrevolution

Monika bricht mit Toni zusammen auf. Sie nehmen Veronika mit. Veronika und Monika kennen einige Freundinnen vom Strich. Die ihnen im Gigi und in den Sportclubs geholfen haben, Conny und seine Gang zu überführen. Die erklären sich sofort bereit zu helfen. Sie haben sich nicht impfen lassen und werden deswegen permanent belagert von Polizisten.

„Der Untergrund arbeitet zusammen“, bemerkt Toni lachend.

Zuerst treffen sie Nina. Nina steht schon seit der Mittagspause. „Zu der Zeit habe ich die meisten Kunden.“

„Kochst du ihnen etwas zu Essen?“, fragt Toni scherzend.

„Frische Muscheln“, antwortet Nina lachend. Die schönen weißen Zähne stechen zwischen dem recht dunklen Lippenstift hervor. Nina selbst ist natürlich gut gebräunt durch ihre Arbeit auf der Straße.

„Rede mal bitte mit deinen und unseren Freundinnen, ob sie uns helfen können. Wir müssen den Wachschutz ablenken.“

„Keine Angst. Die sind unsere Stammgäste. Wir bringen etwas Frischfleisch mit. Amelia und Milena. Schon gelingt uns das. Willst du die testen?“

„Ich kenne die Kolleginnen. Sie sind Zimmermädchen.“

Klaus und Seppi kommen unbemerkt rein. Beim Arzt gegenüber ist Alles dunkel und ruhig. Von Hauen steht an seinem Türschild.

„Wie scheint, lieben unsere Frauen das von des Namens besonders“, scherzt Klaus. „Das klingt so seriös.“

„Den seriösen Leuten stehen bei uns hier Tor und Tür offen“, scherzt Sepp zurück. In den Unterlagen finden die Zwei, was sie suchen. Der Arzt bekommt vom Verkauf der Substanzen der Firma: Hasenflink fast 20% seines Umsatzes. Und Prämien dazu. Er darf in seinem Urlaub fernöstliche Ganzkörpermassagen genießen. All inklusive.

„Wieso gerade Fernost?“, fragt Klaus.

„Das weißt du doch. Unsere Kollegen sind nicht besonders groß bestückt.“ Sepp zieht sich den eigenen Hosenbund etwas ab, um seine Aussage zu verdeutlichen. Klaus tut es ihm nach und schüttelt bedauernd seinen Kopf.

„Leider. Aber dafür haben wir wenigstens den ungehinderten Blick auf gut gewachsene Originale. “

„Und den gelegentlichen Umgang damit“, ergänzt Seppi schmunzelnd.

„Bei unseren Preisen für Medikamente, ist das ein Vermögen. Das übersteigt sogar das Gehalt eines Arztes um das Vielfache“, stellt Klaus fest.

„Dann ist das kein Wunder, wenn wir keinen Kollegen mehr ansprechen“, pflichtet Seppi bei. „Die haben uns zu Einzelhändlern in Kommission und zu Vertretern gemacht.“

„Erpressbar dazu. Wir zahlen die Miete und die Einrichtung unserer Praxis“, ergänzt Klaus. „Da klingt die angebliche Suche nach Ärzten wie ein Witz.“

„Naja. Wir Hausärzte haben diese Probleme mit den Praxen nicht. Unsere Praxen sind nicht mietfrei, aber eingerichtet“, gesteht Seppi.

„Ja schon. Der Druck kommt aber über die Mieten“, lacht Klaus.

„Sobald ein Mediziner in rechtlichen Sinn als Firma arbeitet, ist er kein Arzt mehr“, antwortet Seppi.

„Du bist doch nicht etwa ein Kommunist“, schlussfolgert Klaus. Seppi antwortet nicht. Wohl in dem Wissen, hierzulande wird das als Schimpfwort benutzt. Das wäre seiner Praxis sehr abträglich. Er will es nicht drauf ankommen lassen, das zu erproben. In seinen Kreisen würde ihn das bei jeder Diskussion von Vornherein ausschließen. Die Hetze gegen Kommunisten ist sehr tief verankert. Sie wird von Geburt an platziert und ziemlich nachhaltig mit Märchen gefüttert.

Fast wie Spione, fotografieren und kopieren sie Dokumente. Die Dokumente dienen eher der internen Benutzung im inneren Kreis der Ermittler. Die können so und so nicht veröffentlichte werden unter den aktuellen Bedingungen. Eher nach der Periode. Selbst das ist spekulativ. Beide Ärzte wissen nicht, was mit diesem Impfdiktat vorbereitet werden soll.

Mit den Funden kehren die zwei Ärzte zurück ins Uriel. Danach begeben sie sich zu Monika in die Boxerhütte.

„Ich frage mich, wie du beim ehemaligen Landesvater auf Mord kommst und bei den anderen Verstorbenen nicht“, fragt Seppi – Monika.

„Naja. Gustav wollte nicht geimpft werden“, antwortet Moni.

„Rosis Papa wollte auch nicht geimpft werden. Viele Andere auch nicht.“

„Damit wäre die Frage, was hat Gustav gewusst?“, folgert Toni.

„Mir geht es um etwas Anderes. Warum wird Gustav als Mensch betrachtet und alle Anderen nicht?“, fragt Seppi.

Ruhe zieht ein. Keiner will sich mit Seppi anlegen. Schon gar nicht, weil Seppis Frage berechtigt ist.

korr04120150


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