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Senioren

Die Vereinigung

Die Bewohner der einzelnen Seniorenheime haben Abgeordnete mit ihren Beschlüssen entsandt. Die einzelnen Ortsgebiete dürfen nicht verlassen werden. Die Alten nutzten die Handwerker, Briefträger, Bauern und Radfahrer als Überbringer ihrer Abstimmungsergebnisse. Scheinbar Geimpfte mit Kopien der Impfnachweise aus dem Ortsgebieten sammelten sich in der Nachbarregion. Sie sollen die Abstimmungsergebnisse zu Monika bringen. Die kommenden Schritte werden bei Monika abgestimmt. Teilweise per Telefon und der damit verbundenen Kommunikationswege. Die Abstimmungen per Telefon live abzuhalten, wurde fast einstimmig abgelehnt. Die Benutzung von Boten war allen Alten der sicherste Weg. Die lauschenden Behörden sollen keine Spur finden.

Trotzdem berichten die Boten von Reaktionen innerhalb der Behörden. Die haben Hinweise in den abgehörten sozialen Medien, Anrufen und Chats gefunden. Die Behörden versuchen jetzt, die Gruppen zu infiltrieren. Einzelne Mitglieder sollen bestochen oder erpresst werden.

Monika und Toni haben davon Wind bekommen. Mehrere bekannte Carabinieri um Marco haben Toni ein paar Hinweise geliefert. Marco und seine Untergebenen können sich der Befehlskette schlecht verweigern. Dadurch würde die Verbindung abreißen. Sie müssen mitschwimmen. Veronika ist der Überbringer von Nachrichten. Wohl oder übel, musste sie dafür auf das Fahrrad umsteigen. Zum Glück benutzt sie ein elektrisches Mofa. Ein Elektrofahrrad. Monika hatte sich das für ihre Hütte zugelegt.

Fahrradfahrer bewegen sich nahezu unbehelligt im gesamten Landesgebiet. Monika könnte nackt fahren und hunderte Menschen direkt anstecken. Mittels Küssen und Streicheleinheiten. Keinen würde das annähernd aus dem Sofa heben. Schon gar nicht vom Bürostuhl. Moni hat also die gleiche Freiheit wie Hunde, Abgeordnete und andere Mehrbeiner. Legal ist Scheißegal. Alles per Dekret.

„Im Iran haben sich die Politiker und Imame angesteckt und sind massenhaft daran gestorben. Ein Zeichen Gottes“, sagte Andreas. „Die reden mit ihrem Volk und arbeiten.“ Andreas informierte seine Gruppe darüber. Die Kenntnisnahme wird mit staunenden Gesten garniert von den Alten. Luzio versucht das etwas zu verzerren. „Arbeite ich zu wenig mit euch? Ihr seid doch meiner Fürsorge sicher?“

„Jaja.“ Die Alten murmeln vor sich hin und lachen etwas verschmitzt über ihn dabei.

Luzio fühlt sich jetzt etwas bedrängt.

„Ich werde das ändern.“

„Möchtest du der geistige Führer unseres Anliegens sein?“

Luzio fürchtet um seine Einnahmen aus höheren Quellen. „Ich würde eher als geistiger Berater zu euch halten.“

„Schlösse das die Förderung unseres Anliegens ein?“

„Jaja. Eher verdeckt, wie ihr bereits ahnt.“

„So verdeckt wie in Syrien und dem Iran?“, fragt Andreas.

Luzio wird etwas rot.

„Das war höhere Gewalt.“

„Schon. Aber nicht Opfer frei.“

„Hör auf zu Bohren“, fordert Toni. „Hier geht es um unsere Sache.“

„Ich möchte unseren Luzio nur vor Verrat warnen“, antwortet Andreas.

Monika sieht das ein und nickt. Toni muss nachgeben bei der Kraft ihres Nickens.

Korr071125


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