Der Test ist positiv. Hilbert ist tatsächlich der Vater. Zu fünf und Neunzig Prozent. Hilbert gibt ein kleines Fest. Für das Personal und die Familie. Bechthild kommt sich persönlich bedanken bei Catia. Catia wird etwas misstrauisch deshalb.
‚Wie so bedankt sich Bechthild bei mir für das Kind?‘
Das teilt sie Liviu mit. Liviu kommt in ein paar Tagen zur Wintersaison. Am ersten Dezember.
Bei der Begrüßung dankt er Catia für die sehr gute Ernte. Er hat reichlich Geschenke mit für Hilbert und Maruschka. Salami, Trockenfleisch und zwei Gänse. „Für Weihnachten“, sagt er. „Die müssen wir eine Woche hängen lassen“, fügt er hinzu.
Catia liebt Livius Salami. Die Wurst. Die andere Salami sicher auch. Die brachte eben keine Ergebnisse. Jetzt, könnte sie diese Salami schon wieder gebrauchen.
„Die wollen unser Kind“, sagt Liviu.
„Naja. Die andere Hälfte ist von Hilbert.“
„Ist der sicher der Vater?“
„Der hat es testen lassen. Ja.“
„Jetzt wird es schwierig.“
„Die Anerkennung der Vaterschaft hat er notariell fest schreiben lassen.“
„Du bist also die Leihmutter.“
„Es sieht fast so aus. Bechthild freut sich auch.“
„Die haben den Zirkus wegen des Kindes abgezogen.“
„Wir lassen einen Kaiserschnitt vornehmen. Dann bleibt deine Muschi frisch wie am ersten Tag.“
„Der Kaiserschnitt ist eine Operation!“
„Die natürliche Geburt auch!“
Catia streitet leicht. Bekommt aber Recht.
Zum Erstaunen der Zwei, kommt Tibor doch wieder.
„Du kannst Tibor jetzt für die Wintersaison einarbeiten“, sagt Hilbert.
Catia wundert sich. Tibor bekommt eine Wohnung. Allein. Im Pausenraum erfährt Catia, Maruschka will das so.
„Die haben ein Verhältnis“, stellt Catia fest.
„Hilbert setzt auf eine erfolgreiche Besamung“, lacht Liviu.
„Naja. Das Anwesen ist so groß, das ernährt mehrere Familienmitglieder.“
„Wir lachen darüber. In den Kreisen wird hart gestritten. Der Plan ist Scheiße.“
„Vielleicht ist das die adlige Art der Auslese.“
„Wir lassen das Kind hier. Aber für sehr viel Abfindung. Oder wir bestehen auf dein Recht als Mutter.“
„Wir müssen etwas warten. Bisher habe ich kaum Gefühle für das Kind bekommen. Trotzdem brauchen auch wir einen Nachfolger.“
„Vielleicht ist es besser, einen echten Rumänen als Nachfolger zu haben.“
„Du bist unser Denker, mein Liebster.“
Liviu gesteht, vorab ein paar Zweifel gehabt zu haben.
„Die Zweifel hatte ich selbst auch. Ich habe den Leuten vertraut. Ich wollte tatsächlich hier bleiben.

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