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Gerda und die Filiale

„Patrick möchte dir hier eine Gärtnerei bauen.“

„Wie lange dauert das? Ich habe hier zugesagt, bei der Eröffnung von Filialen bei uns zu helfen. Er will das gut bezahlen.“

„Ich frage Patrick. Bis morgen.“

Noch am gleichen Abend kommt Bernhard bei Gerda klopfen.

„Wir müssen noch Einiges besprechen.“

„Ist Simone dabei?“

„Soll ich sie holen?“

„Das wäre mir schon recht.“

Gerda verfolgt Bernhard durch das Fenster. Der geht tatsächlich Simone holen. Das Telefon klingelt.

„Du kannst auch zu uns kommen“, sagt Simone.

Gerda wird neugierig. Sie geht zu Bernhards Haus. Die Tür öffnet sich von allein. Sie musste nicht mal klingeln.

„Willkommen“, ruft eine weibliche Stimme aus einem, in die Decke eingebauten Lautsprecher.

‚Kindische Spielerei‘, denkt sich Gerda.

Simone kommt im Badeanzug.

„Wir baden gerade. Willst du auch?“

Sie stößt eine Tür auf. Gerda glaubt, sie sei im Himmel. Ein Hallenbad. Bernhard sitzt in einem Korbstuhl. Mit einem Glas in der Hand. Sekt steht auf dem Korbtisch.

„Wir feiern unsere drei neuen Filialen. Eine Metzgerei und zwei Verkaufsstellen in neuen Supermärkten.“

„Wann schauen wir uns die an?“

„Morgen. Wir Zwei fahren da hin.“

„Wohin?“

„Nach Waldenburg und Umgebung.“

Innerlich freut sich Gerda. Eine kostenlose Fahrt nach Hause.

„Feierst du mit?“

„Ich habe keinen Badeanzug mit.“

Simone zieht sich gleich aus.

„Wir haben auch keinen.“

‚Die wollen hier eine Orgie feiern‘, denkt sich Gerda.

„Ich habe die Tage.“

„Gegen ein Glas Sekt wirst du doch nichts haben.“

„Ich hole uns schnell Etwas zu Essen“, sagt Simone.

‚Den Arsch hat sie sich nicht operieren lassen‘, denkt sich Gerda. Den dreht Simone wie auf einem Laufsteg. Bernhard schaut hinterher. „Schön. Was?“

Gerda spart sich die Antwort und nickt ruhig.

„Du hast doch auch so einen schönen Arsch.“

„Der ist im Moment bandagiert.“

„Ich kann auch mit etwas Blut umgehen.“

„Das glaub ich. Aber ich nicht.“

Die Abfuhr hat Bernhard nicht erwartet.

„Aber ein Glas trinkst du doch mit.“

„Ich hätte auch etwas Hunger.“

„Ist Rolf schon angekommen?“

Gerda will Bernhard gleich sagen, was läuft.

„Rolf bleibt bei Patrick. Er hat dort eine Werkstatt bekommen. Und sehr viel Technik.“

„Ich gratuliere. Du wirst uns doch aber trotzdem helfen.“

„Das geht sogar gut. Ich wohne gleich in der Nähe.“

„Das ist ein Grund zum Feiern.“

‚Vielleicht habe ich die Zwei falsch eingeschätzt‘, denkt sich Gerda.

Tatsächlich sieht es so aus, als würden sich die Beiden ehrlich freuen.

„Ihr müsst entschuldigen. Wir kennen euch nicht besonders. Deswegen sind wir etwas vorsichtig. Auch, weil wir gerade bedrohlich in der Luft hängen.“

„Ich kann das nachvollziehen. Mir ging es ähnlich. Dann habe ich Simone getroffen.“


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