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Seniorenrevolte

Ziele teilweise

erreicht

Die Abgeordneten unterschreiben alle die Vereinbarungen mit den Senioren. Die Senioren schauen das als Vertrag an. Die Abgeordneten weniger. Sie halten an einer Anfechtbarkeit fest. Sie schützen sich teilweise mit der Behauptung, es gibt einen Etat, der eingehalten werden muss. Wichtig ist, dem Erreichten einen Gesetzescharakter zu geben. Das ist angesichts der italienischen Gesetzgebung nur regional umsetzbar.

Die Senioren ziehen mit den Unterschriften ab und lösen diese Demonstration auf. Alle gehen wieder nach Hause in ihre Heime und Wohngemeinschaften.

Toni und Monika sehen darin das System der Unterdrückung. Durch die Schaffung zusätzlicher Instanzen. Damit wird das Recht in mehrere Ränge unterteilt und die gesamte italienische Gemeinschaft mehrfach gespalten. Jetzt kommt neuerdings noch das europäische Recht dazu. Einer nochmaligen Spaltung der Gesellschaft in allen Mitgliedsändern. Ein Recht ist auf diesem Weg nicht durchsetzbar und durch neu geschaffene höhere Instanzen leicht zu beugen. Vor allem durch längere Wege bei Klagen und Widersprüchen.

Das können sie gemeinsam den Älteren schwer vermitteln. Paul sieht das ein.

Monika schlägt vor, mittels einer Genossenschaft ihre sozialen Forderungen durchzusetzen. Das tun sie bereits im Ultental. Jedoch fehlt bisher die finanzielle Unterstützung für die Genossenschaft.

Jetzt möchten Paul und die Alten der Urielgemeinschaft die Partnerschaft mit den Seniorenheimen des Tales. Danach soll sich diese Partnerschaft landesweit durchsetzen. Aus der Revolution wird eine Umgestaltung. Die dauert für gewöhnlich, bis sich eine Mehrheit bildet. Genau das, ist die Absicht der Diktatoren.

Seltsamerweise wurde die Reihenfolge bei der Impfung nicht umgesetzt. Es wurden nur die fünf und dreißig, angeblichen, Volksvertreter gehört. Nicht das Volk. Das ist also keine Demokratie, wie Viele meinen. Sondern eine indirekte Demokratie und damit keine. Das ist ein Diktat der angeblichen Volksvertreter. Keiner dieser Vertreter hat Gemeindebeschlüsse oder andere Wahlergebnisse vorzulegen. Vielleicht die von einigen Untergruppen und Expertenräten. Carla spricht von einer fehlenden Volkskammer. Dazu werden die volksfremden Kräfte mit Gehältern besoldet, die jegliche Arbeiternorm deutlich übertreffen. Sie sind damit keine Volksvertreter. Im Gegenteil. Sie sind bezahlte Propagandisten.

Ob sich das ein kleines Volkseüß„In einer Volkskammer ist das nicht üblich“, spricht Carla. Sie stellt einen Vergleich mit der DDR her. Hier kann sie das. Man hört ihr zu. Oft Kopf schüttelnd.

„Ich habe noch nichts von Seniorenvertretern gehört“, gesteht Paul. Wohl in der Absicht, das vergleichbare Gehalt dieser Position, würde praktisch den Bestand der Urielgemeinschaft und vieler Seniorengemeinschaften erheblich verbessern. Sie würden unabhängig von Spenden und Zuschüssen. Carla erkennt dort einen Weg zu einer echten Volkskammer. Paul sieht dort einen Selbstbedienungsladen, der wie das gesamte System, kriminell erscheint.

Zusätzlich fällt den Meisten auf, Südtirol wird nicht von einem Volk regiert sondern von dutzenden Räten mit absurden Löhnen. Und genau die, fehlen dem Volk.

Die Gruppen und Räte sind die Erfinder der unmöglichsten Gedankengänge. Jedoch war Keiner zu finden bei der Suche nach dem Gift in den Impfstoffen. Genau das beklagt Werner, der Ortspolizist.

„Die mussten nicht zur Impfung“, sagt er beiläufig aber kaum überhörbar.

„Uns haben Die fast in Einzelhaft gesteckt, wenn wir nicht geimpft werden wollten. Dabei waren die Geimpften krank und wir nicht“, sagt Erna zornig. Erna hat vorzeitig viele ihrer besten Freunde verloren. Das wirft sie den Verantwortlichen vor. „Die sind Schuld an unserem Leid!“

Da der Großteil der Räte und Politiker aus Rechtsverdrehern besteht, reden Carla und mittlerweile viele Mitglieder der Urielgemeinschaft von einer Diktatur. Trotzdem sich die Südtiroler dem gegenüber scheinbar sehr gelassen zeigen. Mit einem Stolz, der in Anbetracht der Erkenntnisse, eher unangebracht scheint.

Die Seniorengemeinschaft nimmt das als Ansporn. Ein Leben lang durften sie sich So und So in einer Art – Opposition bewegen und leben.

Jeder für sich. Kein Volk. Von Einheit keine Spur. Allein und beraubt; auch im Alter.

Agate vom Seniorenheim Weiße Tulpe ist zugegen. Sie strebt eine Partnerschaft mit der Urielgemeinschaft an. Auch mit der Boxerhütte. Rosi hat sie ganz nebenbei von den Aktivitäten informiert. Sie war auch bei der Seniorendemo in Bozen dabei. Agate fällt die Altersarmut besonders auf. Die ist ihren Aussagen zu Folge, deutlich gestiegen.

„Eine Führungsschicht, die selbst nichts herstellen und von fremden Geld leben, rauben uns aus!“, ruft sie zornig. Erna hat sie angesteckt mit ihrem roten Kopf.

Wut lässt die Köpfe der Unterdrückten rot werden. Deshalb werden sie als Rote bezeichnet und teilweise schwer verleumdet. Auch, wegen des endlosen Verlustes von Milliarden Litern wertvollen Blutes.

„Das ist organisierter Raub“, sagt Toni. „Eine kriminelle Clique ist am Werk und zerstört unseren Weg zum alpinen Sozialismus.“

korr10010206


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